V.A. Fidel Bastro – 20/7" & 20/A

20 Jahre Fidel Bastro. Da muss ein Querschnitt her. Zuerst ein kurzer auf Vinyl, dann ein langer auf CD. Hamburg meets Düsseldorf könnte über der Jubiläums-Single stehen. Sport und Potato Fritz treten gegen Alan Metzger und Kiesgroup an. Die Hamburger konzentrieren sich auf amtliches Covermaterial wie Superchunk und Hüsker Dü, während sich die Düsseldorfer in Eigenkompositionen verdingen. Es gibt nur Gewinner. Eine wunderbare Mischung kommt da zusammen.
Alan Metzger setzen ihrer geheimnisvollen Karriere die Krone auf. Sie könnten die Größten sein, wären sie nicht sie. Hi, Andy! ist die Portion College Rock, die heute keine Band mehr spielt. Selbst Mogwai machen ja heute, trotz Zombies, auf Yann Tiersen. Sonic Youth sind tot. Es lebe Alan Metzger. Die schönsten Pickings seit Polvo.
Die Kiesgroup dagegen dudelt mit dem Plastikmann im Avantpop-Bereich. Immer mit einem Augenzwinkern, immer mit einem Spiegel. Ein genialer Texter und Knaller-Schlagzeuger sind Gerüst für ein Liedchen der Extraklasse, das sich einen Refrain erlaubt, der sich ins Hirn frisst und dort ein Tänzchen wagt.
Sport geben Grant Hart ein Küsschen. Bei der Songauswahl kann man fast nichts falsch machen. Hommage. Potato Fritz rocken Superchunk runter. Brett. Ist da ein Sausen in meinem Ohr? Kaufempfehlung.

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Die CD-Compilation hat da noch mehr Abwechslung in den Hosentaschen. Fast jeder ist dabei, der jemals einen Schnaps mit den Kroschewski-Brothers einnahm. Die Folk-Popper Backroom Music Club bieten Spielerisches. Fröbe Kraftvolles. Happy Grindcore klären auf. Rick McPhail gibt den Conférencier.
Bei vielem steht Noise drauf. Warum auch nicht? Ein Scheppern hat noch niemandem geschadet. Es gibt den billigsten Tabak und die Hoover Boys. Zugpferde wie Superpunk und Boy Division liefern solide ab. Stefan und Michaela wollten nicht aus Hamburg weg, doch vielleicht finden sie ein Nice New Outfit in Quickborn.
Peta Devlin unterstützt Felix Müller und Stau haben Happy Aua!. Willkommen in der Welt von Fidel Bastro. Das Label ist wie ein alter Freund, wie die Oma ohne Zähne, wie der Mittelstrahl am Morgen. Auf die nächsten zwanzig Jahre. Prost! Und jetzt ab hinter die Fleischtheke oder hier hin.

 

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