David Grubbs – The Plain Where The Palace Stood

David Grubbs flirtet mit seiner eigenen Vergangenheit. Wenn sich die Songs aus den genialen John Fahey-Gedächtnis-Pickings erheben, sich in Drones verlieren oder als komplexe Gitarren-Avantgarde einen Stempel brauchen, erinnern wir uns an Gastr del Sol.
Wir erinnern uns an Bastro, an Zeiten, in denen Instrumentalmusik zur guten Sammlung gehörte und an improvisierte Konzerte im Studio 672. Grubbs schafft es auch nach langer Zeit der Abstinenz, sein Oeuvre noch zu erweitern und zu vervollständigen. Das neue Album macht sich gut neben The Thicket.
David Grubbs - The Plain where the Palace Stood
Es ist immer wieder toll Grubbs zu beobachten, ihn zu lesen, seiner warmen Stimme zu folgen, diesem Postrock Platz zu schaffen und den kakophonischen Momenten eine Kathedrale zu bauen. Der Kopfhörer bleibt dein bester Freund.
Die Motive sind immer noch so atemberaubend, dass einem die Finger nicht ruhig in die Hosentaschen rutschen. Ich liebe diese Dynamik, die sich eine Hookline nur als Trampolin vorstellen kann. Irgendwann landet man wieder. Die Akkustik-Gitarre liegt in den Wäldern, in denen die Jungs von Sunn O)) ihre Kutten verbuddeln. Wahnsinn. Ein Dank geht an die begleitenden Musiker. Grubbs schiebt sich gerne Richtung Auflösung und Kontrollverlust. Hier muss man erst einmal folgen können. Toll. Ich bin begeistert und bleibe Fan. Auf ewig.

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