Kurt Vile – Wakin on a Pretty Daze

Kurt Vile ist schon ‘ne Marke. Er bleibt locker der talentierte Singer-Songwriter, der sich um nichts schert. Nicht um Singleauskopplungs-Taktiken, nicht um das lebensgroße Poster Bob Dylans in seiner Küchenschublade und nicht um das Tagesgeschäft eines erfolgreichen Musikers.
Er bleibt selbst Fan. Vielleicht ist das die beste Herangehensweise. Vile ist der Nischen-Auspuster, der mit viel Luft und Geschick alles bis zur letzten Ritze säubert. Danach kann er dann seine Melodien ablassen, die für sehr lange Zeit im Gemäuer stecken werden. So viel Puste haben die anderen nicht.

Kurt Vile

Er wird zum Aushängeschild des Wandermusikers, der nur in Songs und Geschichten denkt und nicht in Bankkonten oder Magnumflaschen. Er reißt uns mit. Er ist der Driver des Roadmovie-Trucks, der nur zum Pinkeln mal rechts ran fährt. Psychedelisch sind nur die Toiletten von Sanifair. Geraucht wird im Fahrerhaus. Und das nicht zu knapp.
Highlights rutschen ihm so aus dem Ärmel. Ist da ein Lagerfeuer oder ist das die Großstadt auf die wir zufahren? Kurt Vile liebt die Tradition, er liebt das Dengeln, das Musizieren. Vielleicht ist er sogar Neil Young näher als wir bisher wußten. So schnodderig ist keiner. Kurt Vile for President. Die Sommerplatte ohne Sommer. Eine Autoflucht-Platte, die deine Frau in den Player schmeißt, wenn die Bullen schon mit dem Helikopter über dir kreisen. Hammer.

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