Conquering Animal Sound – On Floating Bodies

Anneke Kampman und James Scott reichen sich die Hände. Beide haben sich stur mit Sounds beschäftigt. Jeder hat sich seine Phasen gelassen. Das Duo hat dann wohl Ideen, Klänge, Muster und Schnitte auf der Schreibtischplatte ausgebreitet und zusammengefügt.
Kampman nutzt dazu noch ihre Stimme, die sich an Björk orientiert. Kann man machen, kann man aber auch sein lassen.
Der Unterbau ist dicht und voller einzelner Fülltüllen, die man nur ausdrücken muss. Etwas gequetscht klingt das Ganze dann schon. Die Blubber findet Nemo.
Conquering Animal Sound
Pop spielt sich auf, schafft aber nicht den Cut ins Hymnenhafte, sondern bricht immer wieder ab, da man auch an der Eigenart und an Spleen interessiert ist. Alles klingt nach Flipperautomat und Freispiel-Gewinn.
Vielleicht ist die Stimme als Attraktion zu selbstverliebt, denn das Rahmenprogramm macht schon viel her. So schippern die Songs als Entwurf daher und entscheiden sich nicht für eine Seite. Das langweilt dann zuweilen. Zu viele Ideen brechen auf, zu viele Sounds übertönen sich selbst. On Floating Bodies ist ein Karussell im Spielwarenladen, das einsam und verlassen seine Runden dreht. Das Album ist eine Taschenlampe, der beim heimlichen Lesen unter der Bettdecke die Batterie aus geht. Pop-Quatsch.

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