William Adamson – Under an East Coast Moon

Der Rumpel-Blues ist los. Unter dem Pseudonym William Adamson greift Ex-Galliano Rob Gallagher tief in die Saiten.
Der Acid Jazz wurde gegen Fusel eingetauscht. Der Geist von Captain Beefheart mit einem Touch Voodoo schwebt über diesem muckigen Ungetüm. Die Altherren-Variante eines Jack White hat genügend Zielwasser getrunken, so dass seine Pfeile ins Schwarze treffen. Eine Reise durch die Nacht beginnt. Man streift Jahrmärkte, die Freaks und die läppschen Dirnen. Hart erarbeiteter Schweiß strömt einem in die Nase. Die Slide fliegt wild durchs Zelt.

William Adamson

Wer das Roots nennt, wird mit der Flöte gequält. Die ruhigeren Töne werden schnell entschärft oder weggebrummt. Rob Gallagher macht einen authentischen Eindruck. Seine Herzensangelegenheit dieses Album entstehen zu lassen, hört man in jedem Ton. Seine Geschichten irren durch die Nacht. Wer soll die finden? Einsame Großstädter mit Whisky-Sammlung mag das vielleicht interessieren, mich jetzt nicht so, obwohl ich diese leicht dreckige Produktion mag und die Grundstimmung.
Hier wird Folk und Blues noch klassisch umgesetzt. Der Ketzer hängt am Baum, während die Blues-Harp den finalen Marsch bläst. Könnte mir die gut mit The Schwarzenbach im Vorprogramm vorstellen. Ein Roadmovie-Abend durch Sturm und Klang bei dem ausschließlich Tom Waits-Songs gecovert werden.

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