Foxygen – We are the 21st Century Ambassadors of Peace & Magic

Die neuen Hippies flechten immer noch Stirnbänder aus Gänseblümchen. Sie fressen Pappe und schmuddeln den ganzen Tag rum. Ihre Musik duftet nach weiter Welt aus Retro-Katalogen. Mal sind wir in San Francisco, mal in New York oder auch in Dartford.
Es wird spaßig musiziert, mit allerhand Krimskrams. Keyboards tanken Sonne, Gitarren machen den gebückten Keith Richards und Warhol guckt grinsend um die Ecke. Ist das der junge Lou Reed da? Die schwüle Hitze aus L.A. macht das Glockenspiel ganz wuschig. Wer kann besser als Nico singen? Wie das Tempo wird ungefragt gewechselt? Wir dürfen das. Wir sind Erben.

Foxygen

Foxygen machen alles richtig. Sie spielen mehr als lässig ihre dopegeschwängerten “Rock”-Songs runter. Wir schreiben das Jahr 2013 und doch schaffen es die Jungs von Foxygen, uns in die Zeitmaschine zu zerren. Wir lassen uns treiben. Bei so viel Spaß. Musik für Bierabende, Saunabesuche und Proberaum-Diskussionen. Wie toll das alles arrangiert ist. Man möchte ständig mitsingen. In so einer Band wollen alle coolen Jungs sein. Auch die Mädels üben schon fleißig am Rhodes.
Zitate sind reichlich angerührt worden. Da schwingt dann Garagen-Soul durch das Psychedelic-Netz. Die Querflöte macht den Otis. Den Shuggie oder den Redding? McKenzie raucht den allerletzten Joint. Ein Debüt zum Zungeschnalzen. Jeder Spleen bekommt sein Fleckchen auf dem Album. One Blue Mountain hat dieses Suspicious Minds-Momentum, das dich wahnsinnig werden lässt. Wie geil sind die denn? Schmeiß den Roller an! Ein kleines Meisterwerk im Januar. Hammer!


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