Lindstrøm – Smalhans

Lindstrøm wirft die Disco an. Mit Sorgfalt beruft sich Lindstrøm auf seine Melodieführungen. Einfache Tonfolgen, bekannt aus Film, Funk und Fernsehen, werden passend zusammengefügt. Arme Leute-Musik, die sich mit ein paar Gimmicks zufrieden gibt. Die Töne bekommen dann einen Raum zur Hand, der schon seit Jahren nicht mehr gelüftet wurde. Lindstrøm öffnet alle Fenster ruckartig. Das Licht ist so grell, dass man sich schnell die Billo-Sonnenbrille auf die Nase setzen muss. Dass alle immer den 80s-Mief in die Tanztempel lassen wollen.
Wie eine Endlosspirale dreht sich Smalhans im Kreis. Töne stolzieren Tonleitern rauf und runter. Manches macht dann überhaupt keinen Sinn mehr. Melodien versickern in ihrer Künstlichkeit. Erlösung finden die Tracks nur in der Sturheit der Bassdrums. Wer ganz genau hinhört, hört sogar Don Johnson seinen Alligator füttern.
Synthläufe schieben sich geschmeidig in Höhen. Im Himmel angekommen werden sie aber wieder auf die Erde zurückgeschickt. Blender will man nicht im Paradies haben. Leider kann Lindstrøm die Jungs am Höllentor auch nicht überzeugen. Langweilige Kacke, die so spacig ist, wie eine Fahrt mit der Wilden Maus auf der Rheinkirmes.
Das Weltall ist zu weit
und der Rest ist schon verteilt.

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