Eddi Front – EP

Eddi Front wurde durch die Blogs gereicht. Guck mal hier. Chanson. Sie hat alles ausgehalten. Nun ist ihre Debüt-EP am Start und sie bringt die beiden schon bekannten Tracks mit zwei neuen Nummern zusammen. Nick Cave wird gecovert.
Eddi Fronts Stärke ist, dass sie mit ihrer Stimme Lust, Trauer und Frust gleichzeitig ausdrücken kann. Nicht aufgesetzt. Das Klavier schiebt sich wie besoffen durch das Stück Texas. Was ein Hammer. Cat Power darf wieder Filme machen. In Hamburg sagt man Tschüs. Wir haben jetzt Eddi. Sie ist eine Chanteuse, die mit vielen Worten hantiert. Sie legt ihre Stimmbänder über halliges Terrain. Sie versprüht Sehnsucht. Eine einsame Trompete bläst zum Trauermarsch. Eddi bleibt gehockt in der Ecke. Hier wird kein Kaffee und Kuchen gereicht. Das Klavier klimpert.
Eddi hangelt sich von Säuseleien zu Wahrheiten. Niemand sucht nach Erlösung. Niemand erwartet einen Refrain, der für kleine Mädchen der Zuckerguss bedeuten würde. Nein, hier spielt das Leben. Ungeschminkt. Es knallt dir Eleganz und Verlust vor den Latz. Vielleicht täuscht uns Eddi auch nur. Alles klingt so zufällig. Fast improvisiert. Kann man nicht besser machen. Neben die Daniel Rossen-EP kann sich Eddi Front einordnen. Ich mag ja EPs. Ein tolles Format. Geheimtipp.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.