KISS – Monster

Wen interessieren denn noch neue KISS-Veröffentlichungen? Mich eigentlich auch nicht mehr so und doch, passend zu Halloween, liegt ihre neue Scheibe in meinem Player. Und rumms, es geht gut los. Schenkelklopfer wie Hell Or Hallelujah werden zu Headbangern. Man reist mit der Zeitmaschine in die 90er, die aber eigentlich die 70er sind. Rockmusik ist angesagt. Mädels zeigen ihre Hängetitten bei Festivals. Stanley fliegt wieder. Es gibt nur noch Bier. Ehrlich. Man steht wieder auf Gitarrensoli. Ich liebe diese Clowns. Bon Jovi war nie ein Ersatz.

Wer Monster heute hört, wird an die Hand genommen. Endlich darf man mal wieder Fan sein. Holt die Kutte raus oder zumindest eure Zunge. Schreit eurem Lebensabschnittspartner ein “Hey!” ins Gesicht. Schminkst du mich heute, Schatz?
KISS sind wieder eine Band. Jeder darf mal. Jeder hat sein Kostüm an. Thayer hat endlich Mitspracherecht. Das fließt auch ins Songwriting ein. Tut gut. Mitgröhl-Songs sind nur das Bindeglied zwischen Merchandise und Kreativität. Endlich stimmt die Chemie wieder. Griffige Refrains haben Klassiker-Qualitäten. Die Texte sind so dösig, dass sie einen schmunzeln lassen. Herzschmerz war gestern. Balladen sind was für Weicheier. Wir wollen die Party, wir wollen die Girls, wir wollen den Rock’N’Roll.
Im Club der toten Rocker sind KISS weiterhin die Unkaputtbaren. Hüfte im Arsch, egal. Geldsorgen, egal. Eine Cowbell macht den Abend schön. Und wenn Simmons “I’m a Stone Age man / Yeah, I’m the king.” trällert, reiche ich ihm die Krone. Geiler Spaß.

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