Stars – The North

Liebe ist Nervensache.
Die Stars haben schon viel erreicht, obwohl sie eigentlich nie über den Kritikerliebling-Status hinausgekommen sind. The North biedert sich ein wenig an. Den Anfang macht eine synthetische Retro-Nummer. Welches Jahr haben wir? Was machen eigentlich New Order? Die Stars sind eine abgeschwächte Version einer Drama-Truppe. Große Emotionen spiegeln sich in Sentimentalitäten großstädtischer Mittdreißiger.
Die Stars klingen immer, wie eine alte Bekannte, die von ihren Verlusten schwafelt. Will man ihr helfen? Nein! Auch die Musik reizt verschiedene Ideen aus, die sich im Kreis drehen und dann am Ende immer auf die gleiche Formel runtergebrochen werden. Großspur-Pop a la Arcade Fire wird angerissen. Backlines ist nur ein kurzer Ausritt. Der Titeltrack lässt Schmalz in der Pfanne zerlaufen. Prefab Sprout-Wind weht langweilig Soul in die Atmosphäre. Was soll man damit anfangen?
Liebe ist Nervensache. Hier jedoch verursacht sie nur Gähnen, das ansteckend ist. Das ganze Album wird angesteckt. So plätschern die Songs in Erwachsenen-Pop-Gewässern umher, wo niemand mehr den 80s-Kahn zum Tuckern entert. Die Momente mit Power, muss man mit der Lupe suchen. The North bietet eigentlich nur Songs, die es einem erleichtern, diese Band für immer zu vergessen. Flop des Jahres!

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