Mumford & Sons – Babel

Eigentlich hat sich nicht viel verändert. Gut, die ganze Welt leckt sich nach Mumford & Sons die Finger, aber sonst? Die Hymnen sind da, die etwas spießigen Hooklines, der Pathos für den nicht nur Major-Bands töten würden und der Hang zu Tradition.
Mumford & Sons bleiben die vorgegaukelten Straßenmusiker, die man lieben muss. Alles sitzt perfekt. Eine Wendung in den Stücken reißt sich um Klassiker-Ansprüche. Jetzt sind sie auf der Überholspur, jetzt gibt es sie im Fernsehen, jetzt drehen sie mal eine Gitarre auf, um auf Festivals bestehen zu können. Die Mädchen weinen, die Jungs tragen wieder Weste über einem T-Shirt.
Hits werden gebölkt. Alles trieft, man wippt mit dem Fuß. Alles ist angerichtet. Die Welt verbeugt sich und bekommt eigentlich nur ein Album voller Mainstream-Klagelieder. Man ist heutzutage schon mit wirklich wenig zufrieden. Authentizität nutzt sich ab. Coldplay oder andere Hymnenanwärter werden Marcus Mumford genauer auf die Finger gucken. Da sehen sie nichts Besonderes. Strophe, Bridge, Refrain.
Raise my hands
Paint my spirit gold
Bow my head
Feel my heart slow
Cause I will wait I will wait for you
And I will wait I will wait for you
And I will wait I will wait for you
And I will wait I will wait for you
Eine Band, die weiß was sie will und Musik, die einen berührt, ohne tiefsinnig zu sein. Babel ist eine Mogelpackung.

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