The Sea and Cake – Runner

Die von Sam Prekop ins Leben gerufenen Electronic-Experimente scheinen vorbei zu sein, obwohl The Invitations den letzten Funken aus dem Laptop zulässt. Ein Fieldrecording bringt Umtriebigkeit ins Gehölz.
The Sea And Cake machen wieder auf Bandgefüge in Zusammenhang mit ihrem speziellen Indie Rock. Wie immer drehen sich die toll gespielten Instrumente um die jugendliche Stimme Prekops. Prewitt spielt kleine Anekdoten zu den funky hingereichten Akkorden Prekops. Auch McEntire schwelgt wieder in alten Traditionen. Sein zurückhaltendes, aber sehr präsentes Schlagzeugspiel macht den Grundgroove Sea and Cakes seit Jahrzehnten aus.
Die Jungs aus Chicago treiben ihre Songs wieder aus der Nische. Oft machen die Songs kleine Umwege, um dennoch den richtigen Bahnhof zu erreichen. Im Handgepäck ist immer eine Spezial-Soße. Schöne Schnörkel verzieren proppe Indie-Hits. Die zirkulierenden Gitarren sind nur ein Bestandteil des Konzeptes. McEntires Snares liegen so knackig unter allem, dass man nie aufhört an das Gute, den Sommer und an die Disco zu glauben. Melodien fliegen wie kleine Vögelchen umher. Manches entfleucht, manches bleibt für immer in den Herzen kleben. Der Strand ist langsam verweist und trotzdem essen die Chicagoer weiterhin ihren Cheesecake.
Von irgendwoher weht eine Traurigkeit hinein. Wer will da von Chord-Sequenzen sprechen. Wunderschön.

0 Gedanken zu „The Sea and Cake – Runner“

  1. Seltsam, dass sie einen auch nach Jahren und Jahren immer wieder einfangen, mit ihrem Spätsommer, ihren Leichtigkeiten, dem Kuchen und dem Meer…. Das alles würde nicht funktionieren, wenn da nicht die in der Besprechung angeklungene Melancholie stets mitschweben würde. So ist diese Musik, ob von 1995 oder 2012, seltsam zeitlos, seltsam vergänglich zugleich.

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