Musik à la carte Vol.22: Naomi and the Boys – As Tears Go By

Naomi ist traurig. Du bist traurig. Trotzdem beschleicht einen das Gefühl, dieses Gitarren-Solo könnte Leben retten oder zumindest den verregneten Sommer in andere Bahnen lenken. Das Solo der Boys schrammt knapp an Unprofessionalität vorbei, hängt aber so was von in den Seilen. Das liegt vielleicht am Alter, wenn man schon über vierzig Jahre auf dem Buckel hat, wird alles krumm und dennoch spiegelt sich die Welt genau in dieser Minute wieder. Man bekommt den Tunnelblick. Aus Zeit werden Tränen.
Con Le Mie Lacrime. Du denkst kurz an Swazey und Melonen. Warum weißt du nicht. Egal, jetzt brauchst du was Frisches mit Wumms.
Der Wassermelonen Slush bringt dir etwas Sommer und den Kick.
Zutaten und Zubereitung für 4 Gläser
400 g Wassermelonenfruchtfleisch
140 ml Zitronenlimonade
140 ml Bitter Lemon
8 El Wodka (alternativ Gin oder weißer Rum)
Zuerst muss man die Wassermelone entkernen. Nervig aber wichtig. Dann in Stücke (ca. 2 x 2 cm) schneiden.
 Diese legt man nebeneinander auf ein Tablett oder einen Teller, sodass sich die Stücke nicht berühren.
 Etwa 2 Stunden im Tiefkühler gefrieren lassen.
Nun die Melonenwürfel mit der Zitronenlimonade, Bitter Lemon und Wodka fein pürieren und in hohe Gläser füllen. Sofort mit Strohhalmen möglichst eiskalt servieren.
In den zwei Stunden Gefrierzeit testest du alle Coverversionen von As Tears Go By. Alles ist möglich. Antony Hegarty weint, Jagger weint, Eso-Bands lassen sogar den Text weg. Und das baut dich wieder auf. Die Version von Naomi ist vielleicht nicht die beste, aber sie transportiert unheimlich viel. Nach den vier Gläsern Slush solltest du eine Toilette in der Nähe haben.

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