The Crookes – Hold Fast

Man muss sich durch den Wust an Bands kämpfen. Singles hier, Alben da. Romantizismus war gestern, Coolness ist heute.
Die Crookes schlendern weiterhin gedankenverloren durch ihre Smiths-Tuilerien. Was auf dem letzten Album noch mit Schmachtfetzen umgarnt war, wird jetzt mit spielerischer Leichtigkeit rausgehauen. Das Tempo wird erhöht. Somit auch die Chance, sich Gehör zu verschaffen. Die Crookes wollen den Erfolg. Sie wollen ihn jetzt, sie wollen ihn schnell.

Das Album pirscht gut los. Afterglow könnte der Auslöser sein. Endlich könnte sich die ganze Welt für diese Jungs aus Sheffield interessieren. Doch die Crookes wären nicht die Crookes, wenn sie nicht alles wieder auf Anfang schieben und sie ihre 50er-Echo-Effekte so an die Frau bringen würden, dass man wohl von Catchyness sprechen kann, die eher in stillen Kämmerlein ihre Props ergattert.
Alles ist schön kurzweilig. Wie die Tracklist einer britischen Radioshow, hat das Album große Hammer und kleine Seufzer, die fast schon Lo-Fi sind und so unverblümt authentisch daherkommen, dass man ihre Unwichtigkeit fast vergisst. Ich mag die kleinen Seufzer lieber, aber die Crookes müssen ja auch was zu Essen kaufen.

The Crookes – Afterglow from Mark Lomas on Vimeo.

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