Twin Shadow – Confess

Take me down, Take me anywhere. So verhält es sich auch mit der neuen Twin Shadow. Sie streift in die Tiefen der 80er-Dunkeldisco, lässt sich nieder und von oben angeln die auserwählten Hipster aus New Wave-York nach Hooklines. Nicht immer finden sie, was sie suchen. Manchmal sind es nur noch Spuren eines Hits. Obwohl Golden Light gleich zu Beginn auf Thema macht, mit hüpfender Bassdrum und Pianomelodie inklusive. Aber, aber. Der Haken will nicht so richtig ins Fleisch.

You Call Me On ist zickig mit Gitarre und Tribal-Garagen-Beat. Auch hier reißt der Haken nur Fetzen ab. Der Chorus verursacht nicht den gewollten Effekt. George Lewis Jr. singt zwar mit voller Hingabe. Wirklich amtlich. Er ist eine Mischung aus Jamie Stewart und Simon LeBon. Beste Voraussetzungen also. Doch George verzichtet auf den klaren Hit. Er schiebt seine Songs gerne in die Nische, in der man Experimente mit Sound und C-Struktur parkt. Die Single Five Seconds ist auch so ein Ding. Tolle Phasergitarre. Der Chorus und die Bridge kämpfen um Gleichberechtigung. Kompliziert. Ich mag Twin Shadow. Er hat unglaublich viel Talent, so dass ich neidisch bin. Doch irgendwie will George nicht. Ich bleibe Fan, doch oft wird Confess nicht laufen. Ich warte.

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