Metric – Synthetica

Wo ist der Electro Rock geblieben? Ein Schlagzeug erinnert an altes Gezappel, doch auf Synthetica machen Metric nun alle Schleusen auf, um im Pophimmel eine Schlafcouch zu belegen.
Emily Haines singt sich mit Nachdruck in die Poplangeweile, die auch mit Distortion-Gitarren nicht mehr ist als Anbiederung. Alles wirkt mechanisch durchdacht. Jeder Wind, jeder Hauch, jedes Piano, jeder Bass. Die Luft ist grau, der Electro weicht einer Billo-Rock-Attitüde mit Models als Fans.

Störfahnen machen Unsinn, Synthiemelodien suhlen sich in alter Garbage-Manier in Sexyness. Manches klingt nach U2, wenn die mal so richtig das Stadion zum Beben bringen wollen. Da kann auch ein Lou Reed nur doof aussehen. Der Anstrich macht auf Fabrikhalle, doch wir wissen, dass da schon längst keiner mehr arbeitet. Da sind jetzt Events. Metric sind eine Band für Eventies, die immer dann auf cool machen, wenn die Kamera klickt oder es irgendetwas umsonst gibt.
Metric machen umsonst Musik. Sie sollten sich in Sushi probieren. Das mit der Musik ist endgültig vorbei.

Metric – Youth Without Youth from Metric on Vimeo.

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