The Knights – Pardon My Riot

The Knights tragen ihre fluffige Popmusik in die Clubs des Landes. 80er Synthies spielen Spitzen, die unterstützt von zackigen Gitarren-Riffs auch an der Radiotauglichkeit/Beliebigkeit kratzen.
Jede Idee wird groß gedacht. Ohrwürmer bekommen so viel Melodieverliebtheit an die Seite gestellt, dass man gar nicht böse sein kann. Das ist alles am Puls der Zeit, wenn die Killers den Puls vorgeben. Schöne Futureheads Ohhs und Ahns reiben sich an ausgeklügelten Tempowechseln. Das ist alles nett anzuhören. Fast jeder Song spielt sich zu einer Hymne auf. Die Gitarren verdienen sich ihre Sporen in den Raketen-Refrains am Ende der Songs. Wenn die Synthies den Taktstock übernehmen, wird die ganze Soße ein wenig zu cheesy. Doch die Hamburger Ritter wollen ins Neonlicht, sie wollen flackern.

Der Sound bleibt auf Album-Länge recht ähnlich. Kleine Spielereien werden gerne aufgeblasen. Das schreit nach Festivalbühnen, nach Mitklatsch-Fans und große durchs Publikum hüpfende Gummibälle. Marvin Rinas übertreibt es an manchen Stellen ein wenig mit dem Pathos, doch sein Wechsel zwischen Kopf- und Bauchstimme ist schon ganz knackig. The Knights sind eine Band, die am Merchandise-Stand zig T-Shirts und Jutebeutel verkaufen. Darauf eine Club Mate!

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