Klassiker: Luboš Fišer – Valerie – Eine Woche voller Wunder

‪Luboš Fišer‬ hat nicht nur für Die Märchenbraut die Musik komponiert. Doch wir Kinder der 70er erinnern uns gerne an Rumburak und die Familie Maier.
Luboš Fišer‬ war damals in Tschechien schon eine Größe. Er komponierte auch Werke für Orchester, Klavier und Chöre. Sein Soundtrack zu ‪Valerie and Her Week of Wonders‬ ist wohl sein popkulturelles Masterpiece. ‪Luboš Fišer‬ verbindet traditionellen Folk mit Chorälen und avantgardistische Soundscapes mit Elementen der Psychedelia. Seine immer wiederkehrenden Melodien schimmern in der Dunkelheit genauso toll, wie im gleißenden Sonnenlicht mit Gänseblümchen im Haar. Die dunklen, ja fast horrorfilmartigen Ausflüge lassen einen schauerartig frösteln. Das Liebliche mischt sich in kurzen Kompositionen mit etwas Magischem. Sogar tschechisch gesungene Kleinode mischen sich unter Gebete, die die Religiosität des Films in all seiner Satire widerspiegelt.


Wie auf einem Prinzenball, spielt ein Spinett auf. Doch schon kurz darauf schieben sich gruselige Wolken vor die Tanzenden. Märchenhafte Einschübe und tirilierende Kleinmädchen-Lullabies wechseln sich mantrisch ab. ‪Luboš Fišer‬ hat den auch sehr zu empfehlenden Film wirklich fantastisch untermalt. Klirrende Instrumente machen sogar den Vampiren Angst. Die für ‪Fišer‬ typischen Wiederholungs- und Abänderungstechniken greifen bei einem Soundtrack natürlich enorm. Man freut sich immer, wenn das Thema wieder aufgegriffen und in kleinen Variationen in die Welt getragen wird. ‪Luboš Fišer‬ lässt einen von katholischen Schulmädchen träumen. Er zieht einen in moosige Wälder, an Wasserfälle und in den Beichtstuhl. Meisterwerk.

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