Django Django – Django Django

Newcomer rühren ihren Rührkuchen nach ganz eigenem Rezept. Rückwärtsdrehend und geschwind. Ok, da ist ne Menge Zinnober aus Großmutters seligen Sechzigern drin. Manche heißen ihre Melange sogar cheesy. Aber wenn dieser Yoghurt käsig ist, will ich gern auf meine tägliche Ration Chili verzichten. Weiter so, Django!
Matthias Gutjahr stellte schon im März fest, dass die ursprünglich aus Edinburgh stammende Band junger Art-School-Studenten völlig zu Recht im Mittelpunkt des rumorenden Rezensionsbetriebs steht. Ihre Labelkollegen Metronomy seien herauszuhören und nicht zuletzt, weil Sänger und Drummer David der Bruder von John McLean, dem Keyboarder der Beta Band ist, wurden Django Django mit dieser verglichen.
Tatsächlich liefern Django Django mit der Single „Default“ den besten Frühlingshit seit Jahren ab. Ihre leichte Mischung aus psychedelisch angehauchter Sixties- und Surfnostalgie findet sich in meinen Ohren erstaunlich gut zurecht. Mit dezent britischer Ironie gehen ihre sanften Vorlieben in breit und immer im Vordergrund stehenden mehrstimmigen Gesangslinien auf, die jetzt schon ein Markenzeichen sind. Wie gesagt, wenn das cheesy ist, dann will ich gerne mal wieder einen Käsekuchen backen – für alle jene, die morgen noch Django auf ihren faltenfreie Unterarme schreiben können.
“Django Django” erscheint am 27.04.2012 bei Because Music.

Django Django

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