Bobby Conn – Macaroni

Bobby Conn weiß nicht mehr, wohin er gehört. Ist er noch der Antichrist, der Wackeldackel im Glamkostüm, der Giftzwerg, der sich politisch zwischen die Stühle setzt, der der Occupy-Bewegung seine Stiefel schenkt, um im nächsten Moment der nervige Weirdo zu sein, den keiner ernst nehmen kann? Oder ist er einfach ein gefallener Stern?
Auch Macaroni spiegelt all das wieder und gibt keine Antworten. Wie schon zu Jim O’Rourke-Zeiten weitet Conn sein Terrain genüsslich aus. Schmalziger Funk trifft auf Psychedelic mit groovigen Funk-Flötereien. Man möchte die Beine durch die Luft wirbeln lassen oder einfach nur stumpf besoffen im Takt mitklatschen.

Nicht alles geht auf. Manche Songs sind zu abgewichst. Da geht der Esprits verloren und man ist fast genervt, wenn der Chor ständig was wiederholt. Doch der Titeltrack und Face Blind sind schöne Flows, die man Conn schon nicht mehr zugetraut hätte. Auch das Autotune macht da Sinn. Conn will höher! Die Streicher leiten ihn durch den Funk-Sumpf. Sie setzen sich schön neben die Spur. The Truth wirbelt noch ein mal Sand auf. Wie ein großkotziger Prince segelt Conn mit Kopfstimme in den Groove und zersägt ihn kontinuierlich. Auch More Than You Need zeigt Conns Stärke. Er kann den Zampano machen. Er hat das Zeug Paul McCartney anzupupsen.
Doch der Größenwahn verleitet Conn auch zu unnötigem Rumgeeier. Pseudo-Politic-Seventies-Heuler, die nur auf dem Papier funktionieren nerven sich gegenseitig. Auch Greeed ist so eine Nummer. Ach, Bobby! Hälfte gut! Fünf Songs für die Sammlung, die anderen fünf kommen noch nicht mal für die käsige Soße in Frage.

0 Gedanken zu „Bobby Conn – Macaroni“

  1. Dieser Versuch einer Rezension kommt dermaaßen dämlich und infantil daher, das man nicht weiß ob man lachen oder aggressiv werden soll. Der krampfhaft angestrengte Versuch, coole Formulierungen zu finden kulminiert in dem Satz ” Booby Conn hat das Zeug Paul McCartney anzupupsen”. Man könnte meinen dieser Text stammt von einem schreibtechnisch minder talentierten Realschüler, der außer ganz viel Musik hören nicht allzuviel macht, abgesehen davon über die gehörte Mucke seinen Klugschiss abzuliefern. Die Musik ist fraglos Geschmackssache, aber so eine alberne Rezension, hat selbst der selber gerne mal alberne Bobby Conn nicht verdient. Das kommt dabei heraus wenn man sich sowohl cool als auch noch klug vorkommt.

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