Musik à la carte Vol.15: Captain Beefheart – Zig Zag Wanderer

Am Anfang klingt es so, als würde der Captain “Sexy” hauchen. Aber nein, er haucht “Zig Zag”.
Ein Gong schlägt den Beginn des Wanderns an und am Ende beschließt er den Ausflug in rockenden Sixties-Sound, der einem das Tanzbein in den Arsch tritt. Für diesen Trip braucht man ein schnelles Durstlöschmittel. Man hat nur zwei Minuten dreißig Zeit. Schnell den O-Saft ins Glas und Wodka drauf.
Der berühmte Wodka-O hieß ja auch mal Screwdriver. Wichtig sind hier die Eiswürfel, damit es beim Umrühren mit dem Schraubenzieher schön klingelt und die Mädchen einen als Vitaminboy auf dem Kieker haben. Dieser Cocktail ließ schon Tom Cruise müde lächeln, denn den kriegt jeder Blödie hin.
Der Orangensaft gibt letztendlich den Kick. Zig Zag Wanderer knallt ähnlich schnell, da ist es völlig egal, welche Version du dir gibst. Mono Vinyl Mix hat aber so viel Rotz im Namen, dass du diese beim Stammtisch erwähnst, um Aufmerksamkeit zu ergattern. Männer können so schrecklich sein.
You can huff, you can puff
never know what I have found
You can zig you can zag
Whoa I’m gonna stay gonna stay around

Vielleicht kam der Captain nie näher an den perfekten Popsong heran. Vielleicht wollte er es aber auch später gar nicht mehr.
Darauf folgte sein Bizarre Blues-Jazz-Skronk-Rock. Und schwuppdiwupp ist der Wodka leer.

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