Musik à la carte Vol.13: Philip Jeck – Vinyl Coda I-III

Der Applaus rauscht durch Jecks Dansetten, die mit 4 Geschwindigkeiten zwischen 16 und 78 upm alte Flohmarktschallplatten zum Leben erwecken. Jedes Knistern, jedes Knacken erzählt vom Schmutz des Lebens.

Wie in einem David Lynch-Film wird eine Loopatmosphäre erzeugt, die dich mitreißt. Muster werden hervorgehoben und doch ständig variiert. Wie in Hypnose treiben die Aufnahmen durch einen dunklen Kosmos der Musikhistorie. Manche sprechen von Hörspielen aus einer vergessenen Zeit. Lo-fi mit Turntables. Betriebsgeräusche alter Platten – schleifende Nadeln, grobes Knistern und die darunter liegenden Musikfragmente steigern sich zu einer Symphonie, die unglaublich schön ist und in ihrer Einmaligkeit immer neu glänzt. Komposition des Zufalls. Paul Auster hätte sein Vergnügen. Was trinkt man zu dieser Odyssee? Mahatma Gandhi, der auf die gesundheitsdienliche Wirkung eines Aloe Vera Cocktails während des Fastens schwor, hatte wohl recht. Vielleicht ein French Flamingo. Gandhi hat natürlich den Alkohol weggelassen. Wir wollen aber breit werden. Du benötigst:
3cl Aloe Vera Gel
3 cl Wodka Kurrant
1 cl Grenadinesirup
2 cl Cointreau
3 cl Limettensaft
Alles gut vermischen, gecrushtes Eis dazu und mit einer Limettenscheibe dekorieren.
Wie auf einer einsamen Insel, fühlst du dich nun oder bist du mitten in der Stadt, auf dem Broadway oder in einer Seitenstraße? Ab Vinyl Coda II reicht dir das gefederte Vieh nicht mehr. Du willst Fahrt aufnehmen. Ein Aloe Ferrari muss her. Hierfür brauchst du:
3cl Aloe Vera Gel
2cl Amaretto
2cl Martini Bianco
1cl Grenadinesirup
2cl Zitronensaft
Wieder alles schön mit gecrushtem Eis vermischen und in ein Glas geben. Mit Kirsche und Ananasblättern dekorieren. Ananasblätter stellst du dir einfach nur vor. Vieles stellst du dir einfach nur vor. Ein einzigartiges Kopfkino zwischen Orchester, Perry Rhodan und Roosevelt. Ab Vinyl Coda III trinkst du nur noch den Wodka des French Flamingo. Free your Mind!


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