Grande Roses – Hide EP

In Schweden gibt es Köttbular zum Frühstück. Natürlich wird auch schon morgens Musik gehört. Dein Ikea-Family-Feeling braucht Untermalung. Bruce Springsteen ist da meistens erste Wahl.

Grand Roses beackern das Feld des großspurigen Rock, der sich an Bruce, Arcade Fire und Sisters Of Mercy abarbeitet. Große Melodien verehren den Stadionbesuch, der mit einer düsteren Stimme zum New Model Army-Erlebnis wird. Die Fahnen hängen dir ständig im Gesicht. Du kannst kaum was sehen. Grande Roses wildern, das muss man schon sagen, sie sägen Gitarrensoli aneinander, die bei Héroes del Silencio nicht schöner schimmerten. Jeder Tempel Of Love wird betreten, um sich niederzulassen, auch wenn es nur für die Single-Zeit von drei Minuten ist.
Bruce Springsteen wird gegen Mittag wieder vergessen. Geschichten sind zwar auch für Grande Roses spannend, doch sie wollen wohl mehr den Rock huldigen als den Protagonisten mit seinen Gefühlen. Hört man die EP Hide, bekommt man diese mehlbestäubten Hüte und Mäntel von Fields of the Nephilim nicht aus dem Kopf. Immer wieder hängt dir diese riesige Fahne im Gesicht. Du hasst Festivals. Warum müssen Typen immer ihre Ischen auf den Schultern tragen? Grande Roses langweilen auf offener Szene. Jeder Anflug von Classic Rock klingt nach Glashaus. Ich sammle ein paar Steine und schmeiße.

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