Gary Numan – Dead Son Rising

Allein der Blick auf die unerwartet umfangreiche Diskographie überrascht. Wieder einer dieser Fälle von späten Werken, durch die eine stille aber kontinuierliche Veröffentlichungsarbeit in den Focus tritt, welche an mir in mehr als 25 Jahren völlig vorüber gegangen ist. Ist dies der richtige Zeitpunkt für den Mann aus Hammersmith, um wieder vor einem größeren Publikum in Erscheinung zu treten?
Nachdem schon genug 80er-Retro-Wellen in den vergangenen Jahren durch allerlei Hipster-Küchen getrieben worden sind, kann sich eines der ganz großen Synthie-Pop-Role-Models der frühen 1980er Jahre gerne wieder blicken lassen. Manche mögen schmunzeln. Doch Gary Numan muss sich für „Dead Son Rising“ nicht schämen. Auch wenn er keine Sensationen im Gepäck hat, zeigt er uns die dunklen Seiten des Elektro-Rocks auf die sehr unaufgeregte Art eines in die Jahre gekommenen Rebellen mit aller gebührenden Gravität.
Sein Geheimnis ist dabei recht einfach. Erstens rollen die Synties auf besonders breiten Reifen. Wer hätte das gedacht. Und den Glanz, ja, den setzt Gary mit seiner charakteristischen Stimme, die nichts an Kraft verloren hat. Das soll ihm erstmal einer nachmachen. „Dead Son Rising“ ist ein Album für Fans, die nicht nur von Skinny Puppy zu Marilyn Manson skippen wollen.
“Dead Son Rising” erscheint am 24.10.2011 bei Mortal Records.

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