Effi – Astronaut

Der Grazer Thomas Petritsch ist ein fröhlicher Zeitgenosse. Seine Musik schenkt den Astronauten mehr als nur Flüssignahrung. Richtig feste Wegzehrung wird in den Jutebeutel gepackt. Man muss nicht alles kauen. Fingerfood und Häppchen.
Mit einer Ukulele bewaffnet geht es an den Sommer, der bei Effi aus jedem Ton scheint. Eine Mundharmonika oder ein Kazoo plappern süßlich auf dem Steg einer Surfschule. Multiinstrumentalist Thomas Petritsch gibt sich seiner Spielfreude hin, die ihn zu Kleinoden anstachelt, die einem ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Wie ein Jack Johnson für das alte Europa.

Ska-Einschübe lassen die Hüfte wackeln, das Kinderzimmer wird zur Tanztee-Oase und Thomas macht den Shuffle-King. Das ist spaßig und radiotauglich. Die Sonne brennt auf der Haut. Manches erinnert an britische Künstler, das mag wohl an der wirklich verblüffenden englischen Aussprache liegen. Wie ein Esser oder ein Mike Skinner, wenn der mal singt. Die Songs sind detailverliebt und unbekümmert. Nicht alles zündet, das muss auch gesagt werden. Wer nach tiefer Transzendenz oder besoffener Clubtauglichkeit sucht, ist hier falsch. Effi macht Picknickmusik, die sich mit unzähligen Einfällen aus dem Körbchen schält. Wie der frühe Jack Peñate saust Effi durch stimmiges Material. Der nächste Kindergeburtstag ist gerettet. Mädchenmusik mit einem lauwarmen Beck’s Gold.
Effi – Mars by mica

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