Handsome Furs – Sound Kapital

Der Plastikpark schimmert in der Sonne. Überall liegen die Keyboards rum. Skateboards sind out. Die Kids sitzen im Sand und spielen auf weißen und schwarzen Tasten. Da röhrt schon mal ein Akkord die Unwissenden aus der Kletterspinne. Du musst groß denken, nicht nur an die Indie-Meute da draußen. Sturmmasken werden verteilt.
Die Disco braucht auch mal das Brett, den Schulterschluss. Dan Boeckner und Alexei Perry sind nicht nur verheiratet, sie treffen sich nach dem harten Ehealltag im Proberaum und schließen ihre Geräte scharf. Die Gitarre ist nun ganz in der muffigen Ecke gelandet. Warum auch nicht? Brauchen die nicht. Sie wollen smashen. Die knackigen Beats treiben Dan an. Alexei unterfüttert seine breite Stimme mit heftigen Teppichen. Da kracht der Rock aus den Tasten. Alles schwingt mit. Aggressiv klingt das. Wolf Parade macht Pause. Oder ist Feierabend? Da schnappt sich Dan seine Frau und holzt auf den Synthies rum. Eine große Spielwiese wird genutzt. Das Tempo bleibt hoch. Jeder Knalleffekt wird genutzt.

Dan beugt sich manchmal den schnellen Blitzen. Doch er kämpft. Mit einem Bowie-Umhang geht es ins Dunkle. Ins Ungewisse. Schlüsselkinder öffnen ihre Flaschen mit den Zähnen und springen auf runter gerockten Matratzen herum. Musik für den Jugendclub, in dem du nicht mehr warnen musst, dass man auf den Filz auf dem Billardtisch aufpassen muss. Hier wird auf blankem Holz gespielt. Die Hände werden eingekreidet und die Kugeln geworfen. Wer verliert, muss die schwarze Acht essen. Auch das Cover wird viele verstossen. Tolles Tattoo! Die Handsome Furs machen Radau. Sie brennen die Wackelpferdechen auf dem Spielplatz nieder. Macht Laune. Irgendwie asi.

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