Buback-Labelabend – Düsseldorf, Zakk 19.02.2011

FSK-Bassistin Michaela war als einzige Frau unter mindestens 20 Männern im Buback-Reisebus gewiss wohlbehütet. Kristof Schreuf zeigte sich solidarisch und eröffnete den Abend mit rot geschminkten Lippen. Wunderschön relevante Ansagen und Aussagen bestimmten den Einstieg eines anti-systematischen Massenprotestes. Kristofs Feindbilder waren von RTL 1 über RTL 2 bis hin zu Mario Barth sicherlich ein wenig selbstverständlich, jedoch verstand Schreuf es, seinen Hass mit sehr viel Liebe zum Ausdruck zu bringen, was seine Anklagen, auch die herkömmlichen, absolut rechtfertigte. Das gar nicht mal so indifferente Publikum ließ sich auf beinahe alles ein und erlernte seinen Chor bei der letzten Zugabe spielend.
Kristof Schreuf
Danach polarisierten 1000 Robota. Nach deren Show konfrontierten mich einige Menschen mit ihren Eindrücken. Palais Schaumburg hier, New Order da und Tocotronic sowieso. Die jungen Frauen jedefalls liebten ihre Jungstars, die für mich vor allem eines waren: musikalisch absolut ambitioniert. Auch hier funktionierte die Interaktion, und die vorhin erwähnten jungen Frauen wurden zum Singen und Tanzen auf die Bühne gehoben.
1000 Robota
Danach die Band, die mit ihrem nunmehr 31jährigen Bestehen in jeder Hinsicht einen Gegensatz bildete. Adult Infantilism nannte ich das noch, während ich versuchte meine Mitmenschen davon zu überzeugen, dass das Ganze sehr schlüssig sei. Michaelas Gesang klang überwiegend so sehr nach Nico, dass ich mir ihrer Koketterie schließlich sicher war.
Freiwillige Selbstkontrolle
Die goldenen Zitronen
Die Zitronen machten dann zum Abschluss einen gewohnt routinierten Eindruck. Die meist komplexen Texte auswendig zu lernen, macht Schorsch nach wie vor wohl etwas Mühe. Vieles wurde vom Blatt abgelesen. Besonders Mila. Zum Schluss versammelten sich sämtliche Buback-Akteure noch zu einer gemeinsamen Zugabe und entließen das gut gefüllte Zakk in die enstehende Nacht.
Andreas van der Wingen

0 Gedanken zu „Buback-Labelabend – Düsseldorf, Zakk 19.02.2011“

  1. Der in der Tat brilliante Kristof Schreuf arbeitete sich in seinen ausführlichen Kommentaren nicht nur an Mario Barth ab, sondern auch an Til Schweiger und besonders beachtlich – an Bascha Mika. Alles in allem sehr überzeugend!

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