…And You Will Know Us By The Trail Of Dead – Tao Of The Dead

Diese Band hat es einem von Anfang an, also schon zwölf Jahre lang, nicht leicht gemacht. Der Bandname alleine kann schon mal einen Gesprächskreis sprengen. Fans haben sich auf Trail Of Dead geeinigt. Alles Konzept? Verwirrung stiften? Trail Of Dead wollen in keine Schublade. Das wollten sie nie. Der Major-Deal ist Vergangenheit. Jetzt kann man sich wieder den wichtigen Dingen im Leben widmen.
Die Texaner sind sich seit Jahren treu und liefern nun Album sieben ab. Es gibt zwölf Songs. Die ersten elf sind in D, der letzte Song, obwohl Song vielleicht schon falsch ist, teilt sich in fünf Parts, dauert 16 Minuten und hat sich den Grundton F auf die Fahne geschrieben. Klingt kompliziert, ist es auch. Nach einem kurzen Intro geht es los. Trail Of Dead sind ja Klaubrüder. Da wird schnell aus “Jumpin’ Jack Flash” ein Brüller für Emos. Die Gitarren schichten sich übereinander, die Songs greifen ineinander. Telefonstimmen sprechen sich durch Sonic Youth-Geplänkel. Stadion-Rock mit griffigen Riffs, laute Refrains sind auf der Klippe des Größenwahns. Alles beim Alten also. Gut, dass eine Geschichte erzählt wird, ist vielleicht neu. Aber eher unwichtig. Fast schon langweilig altmodisch.

Die Songs versuchen sich in ein Korsett zu zwängen. Würde man die Band nach den Songs befragen, würden sie eh nur von zweien sprechen. Song eins bis elf und Song zwölf. Das ist das Problem des Albums. Zu viele Parts zerstören die Struktur der Lieder. Die vielen Tempowechsel und Stimmungen verwirren eher, als das sie einen faszinieren. Zwischendurch blitzen immer wieder kleine Perlen auf. Schöne Krachparts, tolle Gitarrenwände und weiche Poptunes. Das Album versucht Tiefe zu suggerieren, hängt dabei aber in den Seilen. Die Siebziger werden verehrt. Warum auch nicht? Synthesizer geben dem Gerüst einen besseren Stand. Auch gut, nur spröde. In schlimmen Momenten klingt das alles aber nach Green Day und Foo Fighters. …And You Will Know Us By The Trail Of Dead, du merkst ich bin kein Fan mehr, langweilen dann leider doch auf Dauer. Ob das an D oder F liegt, kann man gar nicht sagen. Das Konzept ist nicht aufgegangen. Macht es doch nicht so kompliziert!
Tao Of The Dead ist bei Superball (EMI) erschienen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.