Vinylverkäufe 2010 – Comeback oder was?

Seit Jahren wird über Zuwächse im Bereich der Vinylverkäufe gelabert, doch was bedeutet das wirklich?! Für USA und Kanada kann man das für 2010 ziemlich genau sagen, denn Nielsen Sound Scan haben die Zahlen für letztes Jahr veröffentlicht, die wir uns genauer anschauen wollen.

Vinyl 2010
Foto von Fuck yeah, Schallplatten
Obwohl die Albumverkäufe insgesamt wieder um 13% gegenüber dem Vorjahr sanken, haben die Vinylverkäufe um satte 14% zugelegt. Das klingt viel, heißt aber in genauen Zahlen gerade mal 2,8 Millionen verkaufte Platten. Wenn man bedenkt, dass noch in den 90ern so manches Debütalbum einer einzelnen Band locker 2 Millionen Einheiten insgesamt umsetzen konnte, scheint das doch eher wenig.
Dennoch ist die Zahl bemerkenswert, denn 2,8 Millionen ist die höchste Zahl seit 1991 die CD das Vinyl vom Markt verdrängte. Noch viel interessanter ist aber, dass die Vinylverkäufe ein wunderschönes musikalisches Parraleluniversum aufbauen in dem die Beatles an der Spitze der Charts stehen.

So sind die 10 bestverkauftesten Vinyl-Alben 2010:

1. The Beatles – Abbey Road (35,000)
2. Arcade Fire – The Suburbs (18,800)
3. Black Keys – Brothers (18,400)
4. Vampire Weekend – Contra (15,000)
5. Michael Jackson – Thriller (14,200)
6. The National – High Violet (13,600)
7. Beach House – Teen Dream (13,000)
8. Jimi Hendrix Experience – Valleys of Neptune (11,400)
9. Pink Floyd – Dark Side of the Moon (10,600)
10. The xx – dto. (10,200)

Die beliebtesten Künstler auf Vinyl 2010 sind folgende:

1. The Beatles (36,700)
2. Black Keys (36,000)
3. Radiohead (30,500)
4. Arcade Fire (28,600)
5. Jimi Hendrix (26,400)
6. The National (24,600)
7. Pavement (24,200)
8. Vampire Weekend (21,900)
9. Metallica (20,000)
10. Bob Dylan (17,000)
Ich kann damit ziemlich gut leben.
[via hipster runoff]

0 Gedanken zu „Vinylverkäufe 2010 – Comeback oder was?“

  1. Ich finde eine solche Statistik relativ absurd, vor dem Hintergrund, dass der Großteil der populären Alben entweder gar nicht oder erst deutlich später als die CD bzw. der digitale Release erscheinen.
    Könnte auch einer der Gründe für den Vorsprung der Beatles sein…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.