Ghost – Opus Eponymous

Was ist denn da in der Hölle los? Ghost verstecken sich in der Anonymität. Satan wird verehrt, das Ende der Welt mit Gitarren-Gewichse gefördert. Vermummte performen und machen auf diabolisch. Was steckt hinter den Fragezeichen?

Ghost aus Schweden sind dem Pop nicht abgeneigt. Sie lieben ihn sogar fast manisch. Überhaupt klingen Ghost doch eher zahm. Ihnen geht es wohl mehr um Inhalte. Sakrale Töne werden mit Metal-Riffs verbunden, die aber sanft vor sich hin schmurgeln, als ob der Plattenfirmenboss mit einem Cleaner den Dreck entfernt und das Blut von den Wänden gewischt hat. Die Orgel gibt sich detailverliebt. Sie trägt die Stücke fast in die Hippie-Kapelle.
Die Bischofsmütze ist verdreckt, lag wohl zu lange bei irgendwelchen Haar-Bands im Proberaum rum. Egal, auf das Haupt damit. Die Melodien stehen im Vordergrund. Viel Wind um nichts. Irgendwie schmierig und billig. Der sichere Gesang leitet die Songs oft in den Himmel. Gut gebrüllt Löwe! Da wollten sie doch gar nicht hin. Oder vielleicht doch? Wollen uns die Schweden verarschen? Sehen wir viel zu viel in dieser Mystik? Was bleibt, ist ein ulkiges Popmetal-Album. Also Angst machen die mir nicht. Scheiß Hippies! Dagegen ist Danzig der Teufel persönlich.

Erschienen bei Rise Above Records

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