Senking – Pong

Das tiefste Tal ist Schauplatz für ein altes Spiel am Ende eines langen Lebens. Zäh fließen Ströme durch dunkle Bahnen. Langsam blinken eckige Punkte. Langsamkeit ist auch ein Mittel tiefe Bedeutung und spannungsreiche Bedrohung spektakulär zu überhöhen.
Senkings fünfte Veröffentlichung ist, wie der Titel nahe legt eine Reminiszenz an das bekannte Computerspiel. Ebenso zäh, wie sich bei Pong die Spielpunkte bewegen, entfalten sich auf dem neuen Album die dynamisch gefilterten Bässe. Wie bedrohliche torkelnde Dinosaurier fauchen sich Tiefbassverdichtungen durch eine dubbig dampfende Landschaft.
Aber der Dub steht nicht im Mittelpunkt des Geschehens. Hier wird keine Snare in Echos gefeiert. Die Drumarrangements bleiben sehr reduziert und finden im Laufe des Albums mehr und mehr Bezug zu einem nochmals herunter gekühlten Dubstep. Sie dienen einzig den nächtlich anmutenden Stimmungslandschaften mit viel filmischem Bedrohungspotenzial. Mit Pong im Köcher könnte Senking sich ohne rot zu werden zum fachgerechten Gruppenbild der Titanen der Kälte zwischen Monolake und Bohren und der Club of Gore stellen.
Pong ist im September bei Raster Noton erschienen.

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