Von der Notwendigkeit des viralen Marketings

Es scheint so, als wären das Web und seine Möglichkeiten nun auch bei der Vermarktung von Platten angekommen. Nein, die Rede ist nicht von Webwheels, auch nicht von Online-Exclusive Content wie Gratis-MP3s. Vielmehr vom intelligenten Einsatz von Elementen der Netzkultur für die eigenen Ziele.

Bands wie Die Fantastischen Vier setzen auf spezielle Agenturen für Blogmarketing und dies scheinbar mit Erfolg. Da fragte man sich, ob der plötzlichen Fülle der Postings in einschlägigen Blogs, ob denn alles mit rechten Dingen zuginge. Plötzlich alle Fanta-Vier-Fans? Nein, vielmehr gutes Marketing.
Doch die Idee Netzkultur für die eigenen Zwecke einzusetzen kann über das Marketing hinaus gehen und kreative Blüten tragen. Schon 2008 verwursteten weezer in ihrem Video zu “Pork and Beans” Internetmemes von Youtube. Kurzzeitige “Stars” der Webgemeinde wie Chris Crocker oder Tay Zonday fanden ebenso ihren Einsatz wie Memes.

Auch für ihr neues Album “Hurley” setzen weezer auf den Buzz der Webgemeinde und taten sich mit den Gregory Brothers von Auto-Tune The News zusammen. Die Absicht ist deutlich. Schon ohne prominente Unterstützung schaffen es Videos der Gregory Brothers auf bis zu 21.000.000 Views. Und selbst unbeliebtere Clips knacken locker die Millionenmarke.

Ähnlich sieht es da bei Ben Folds aus, der zusammen mit Nick Hornby ein Album gemacht hat. Pünktlich zur Veröffentlichung taten sich die beiden mit den ungemein sympathischen Pomplamoose zusammen und spielten einen Videosong ein:

Da bleibt nur abzuwarten, wann der Trend auch hierzulande ankommt. Ich sehe Musikvideos überschwemmt von Memes und Gastauftritte von Sixtus und Lobo. Wirklich wünschenswert? Wenn es gut gemacht ist, bestimmt. Denn eines haben die Ausflüge von weezer und Ben Folds zu den Youtube Stars gemein. Sie haben nicht die Qualität der sonstigen Videos, die die Gregory Brothers oder Pomplamoose der Netzgemeinde schenken.

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