Not Available: Klaxons – Das Folkalbum (2008 – 2009)

2007 waren die Klaxons und Nu Rave das Große Ding. Nun bringen sie mit “Surfing The Void” den langerwarteten Nachfolger zu “Myths Of The Near Future” raus. Und in der Zeit zwischen den beiden Platten brodelte die Gerüchteküche. Sogar, dass ihr Label sie droppte, da sie mit dem zweiten Werk so gar nichts anfangen konnten, war zu lesen.

Nach dem Erfolg von “Myths Of The Near Future” waren die Klaxons eine der Buzzbands des ersten Jahrzehnts und nahezu ununterbrochen auf Tour, um ihr knappes Repertoire den Leuten um die Ohren zu hauen. Wer ständig Krach und Lärm macht will im Tourbus nicht auch solchen hören und die Hipster entdeckten die Ruhe für sich, den Folk.
Bereits 2007 berichtete Gitarrist Simon Taylor, dass das kommende Album u.a. von Folk beeinflusst sein werde. Im Januar 2008 schien es dann endlich soweit zusein. Neben James Ford, der bereits das erste Album produzierte, sollten Tony Visconti und der HipHop Produzent Focus mit an Bord sein und ein Veröffentlichungstermin Ende des Jahres wurde angepeilt. Noch im August des selben Jahres zeigte sich Ford über die Zusammenarbeit begeistert und berichtete der Presse, dass man sich auf ein sehr melodisches Album mit vielen Harmoniegesängen freuen könnte. Doch dann geschah nichts und ausgerechnet die britische Sun wusste im März 2009 zu berichten, dass Polydor keinen Bock auf die fertige Platte hatte. Zu experimentell, zu folky und auch die Band selbst schien unzufrieden mit ihrer Arbeit. “Über ein Jahr hörten wir nahezu nur Folk. Also wurde unsere Musik auch wirklich richtig folky, aber irgendwie Prog-Folk. Wir haben wirklich ein gutes Album gemacht. Es war großartige Musik mit der wir wirklich zufrieden waren, haben dann aber realisiert, dass das nicht wir waren. Wir dachten, wir sind etwas anderes.”, erzählte James Righton dem Radiosender XFM.
Die Band sah keine Verbindung zwischen den Songs, kein durchlaufendes Thema und bezeichnen ihr Folkalbum rückblickend nun als Spaßprojekt. Was sie wirklich wollten, oder vielleicht auch ihre Plattenfirma wollte, war ein echtes Klaxons-Album. Eines mit der hibbeligen Nervosität, die man von der ersten Platte kannte. Komischerweise ging das scheinbar nur indem man James Ford vor die Tür setzte und Ross Robinson als Produzenten engagierte. Dabei ist der eher für NuMetal-Shit wie Korn oder Limp Bizkit zuständig. Der Independentfan meint bei der Story natürlich das Diktat der Plattenfirma in jedem Satz zu hören, doch erst die Zeit wird wohl zeigen wie es wirklich war und vor allem, ob wir jemals das Folkalbum hören werden.

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