Uffie – Sex Dreams And Denim Jeans

Uffie macht das Leckermäulchen. Lange in der Warteschleife zu hängen, hat sie noch feuchter gemacht. Uffie will uns doch ihr zerschossenes Gestöhne um die Lenden schmieren. Hat das lange gedauert. Boahhh. Uffie war immer kurz vorm Höhepunkt, hat aber immer knapp vorher einfach den Stecker gezogen. Wer da Schuld war, bleibt die Frage? Vielleicht hat man sich ja als Fan, einmal angefixt, jetzt was anderes zum Spielen besorgt? Obwohl Uffie bleibt das sexy Girl aus der Schmutzecke. So schnell kriegt man sie nicht von der Festplatte. Jetzt also das Album. “Pop The Glock” textet sich in Höhen und der Track stottert sich in Richtung Belanglosigkeit, da er nun schon drei Jahre auf dem Buckel hat. Hätte man sich sparen können. Das ganze Album hat diesen Wichsfleckcharakter. Ohne was dafür zu können bleibt irgendwas kleben.
Uffie spielt die clevere Bitch, die sich nimmt, was sie braucht und ihre Produzenten bauen ihr ein prolliges Hip Hop-Gerüst als Grundlage, doch auch freakige Ausbrüche, wie das lallende “Art Of Uff” mit klirrenden Synthiedissonanzen und Bahnrauschen. Die Disco spült den Schaum herüber. Uffie spricht sich in Rage, ihre Stimme wird bis zur Roboterkarikatur zerfetzt. French-House bekommt den Lolita-Lolli. Die Handclaps lassen deinen Bacardi-Cola kalt. Mensch Uffie, mach doch lieber Bilder mit Richard Kern! Muss du auf eine Bühne? Wet-T-Shirt-Contest würde doch auch reichen!
Uffie
Drei Stücke sind schon verjährt und schaffen es trotzdem auf das Album. Pharrell Williams veredelt das schnoddrige Discogeblubber “ADD SUV”. Die Rakete kommt zum Einsatz und die Leuchtsticks werden gen Himmel gezeigt. Mirwais und Mr. Oizo kommen vorbei und drücken Resterampeprodukte aus der Zahnpastatube. Das Koks ist schon nicht mehr auf dem Spiegel, sondern schon auf dem Kloboden. Egal. Schnief!!!
Der  Siouxsie And The Banshees-Klopper “Hong Kong Garden” kommt erfrischend locker um die Ecke und versprüht nicht so diese schmutzigen Phantasien. Man muss nicht immer diese Pornoästhetik in alles klatschen. Zu viel Billogezeter nervt sogar Vice-Leser. Die besten Songs sind “Difficult”, das mit einer Easy-Keyboardlinie überrascht und poppig um die Wette schaukelt. Und “First Love”. Der Track gibt dir den spanischen Sommer mit Gazpacho und frühen schnellen kleinen cañas. Die Achtziger kommen mit Sabrina-Brüsten vorbei. Herrlich, dieses Geglotze am Strand.
Uffie schenkt uns ein prolliges Album, das schon wie das Kelis-Album oft nervt und nur mit ganz viel Sonne im Hirn und Bier auf der Hüfte zu ertragen ist. Der Titeltrack überzeugt noch mit schiefer Stimme und Chartsblick, doch dann ist auch wirklich Schluss. Uffie will cool sein, doch irgendwie ist das Billokacke. Schlimmer als ein One Night Stand mit der Dicken von oben. Schnell vergessen!
Erschienen bei Ed Banger

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