Not Available: The Wylde Ratttz – Debut (ca. 1997)

Ron Asheton, Thurston Moore, Mike Watt, Steve Shelley, Don Fleming, Sean Lennon, Mark Arm und Jim Dunbar. Namen, die man kennt. Stooges, Sonic Youth, Mudhoney, Gumball und Minutemen. Bands, die man ebenfalls kennt. Nicht vorzustellen was dabei rauskäme würden sich diese Typen treffen und eine Band gründen. Eine Indiesupergroup. Doch genau das war der Fall. Genau das waren die Wylde Ratttz.

Eigentlich gründete sich die Band nur um für den befreundeten Regisseur Todd Haynes, der bereits Clips für Sonic Youth drehte, einige Songs aufzunehmen. Dieser arbeitete derzeit an “Velvet Goldmine” einem Film, der sich sehr an die Biographie David Bowies und seiner Beziehung zu Iggy Pop anlehnte. Bowie untersagte die Beteiligung an dem Film und von ihm durfte kein Songmaterial verwendet werden. Da Originalsongs tatsächlich teurer als Coverversionen sind (vergleiche hierzu “I am Sam”) ließ er seine Freunde also einige Cover einspielen.

Mit dem Auftrag wie die Stooges zu klingen machten sich The Wylde Ratttz also ans Werk. Neben einigen Covern nahm man aber auch zwei eigene Stücke auf. Verwendung im Film fanden aber nur die Stücke “T.V. Eye” und “My Unclean”, die die Band nochmals ohne Gesang aufnahm, damit Schauspieler Ewan McGregor den Stücken seine Stimme verleihen konnte. Dennoch war dies die Geburtsstunde einer neuen Band. Einer Supergroup. Sang während der ersten Session noch Mudhoneys Mark Arm, tat man sich bald mit Sean Lennon (jaja, Sohnemann von ihr wisst schon wem) zusammen und nahm ein ganzes Album mit 12 Stücken auf. Erscheinen sollte es nie.
Dabei spielen höchstwahrscheinlich die vertraglichen Bindungen der unterschiedlichen Musiker eine Rolle. Bei Superbands ist es für Labels immer ein Graus, auf ihr Stück des Kuchens zu verzichten, und einem anderen Label den Vortritt zu lassen. Wenn auch Schade ist dies doch verständlich. Und so bleibt die von Mark Arm gesungene Version von “T.V. Eye” auf dem “School Of Rock” Soundtrack die einzige wirkliche Nummer der Wylde Ratttz, die veröffentlicht wurde. Im Netz und vor allem auf Youtube finden sich dann aber doch die meisten Songs.

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