Not Available: Pink Floyd – Household Objects (1974)

Mit ihrem sechsten Studio-Album “The Dark Side Of The Moon” waren Pink Floyd 1973 endgütig zu Superstars geworden. Es war das erste Konzept-Album für die Band und erstmals waren alle Bandmitglieder am Songwritingprozess beteiligt. Der Erfolg war überwältigend. Bis heute hat sich das Werk 45 Millionen mal verkauft. Doch was sollte danach kommen?
Wie so oft, ist großer kommerzieller Erfolg auch mit enormen Druck verbunden. Obwohl “The Dark Side Of The Moon” auch in den USA ein großer Erfolg wurde, waren Pink Floyd mit ihrer damaligen Plattenfirma Capitol unzufrieden. Zusammen mit ihrem Manager O’Rourke schlossen sie daraufhin einen Vertrag mit Columbia ab, der der Band eine damals unglaubliche Summe von einer Millionen Dollar zusicherte.
Finanziell gestärkt konnte man sich also neuen Projekten widmen und schon bald war eine Idee geboren. Ein Album aufgenommen ohne Instrumente; nur mit Haushaltsgegenständen eingespielt. Household Objects eben und gleichzeitig zurück zu den experimentellen Wurzeln der Band. Bereits im Oktober 1973 – “The Dark Side Of The Moon” erschien im März – fand sich die Band also in den Air Studios wieder, um an einem neuen Album zu arbeiten. Viele der Sessions sollen aber nicht in konkreten Stücken aufgegangen sein. Vielmehr suchte man interessante Sounds und hantierte mit Rührstäben, Gummibändern, Weinflaschen und Gläsern, Sprühdosen und anderen Gegenständen.
Ganze 27 Tage verbrachte die Band zwischen Oktober und Dezember 1973 also im Studio, um gerademal drei Songs auf Band zu bringen. Kein zufriedenstellendes Ergebnis und die Idee wurde verworfen.
Erst 1975 widmete man sich mit “Wish You Were Here” endlich einem neuen Album und auf genau diesem Album sind auch die einzigen Ergebnisse der “Household Objects” Sessions zu finden. Im Intro von “Shine On You Crazy Diamond”, das wie das gesamte Album bezug auf das ehemalige Mitglied Syd Barrett nimmt, hört man diverse Sounds aus den Sessions. So z.B. Weingläser.
“Household Objects” ist somit ein gescheitertes Experiment und man sagt, dass keinerlei Aufnahmen davon existieren.

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