Die wundersame Welt der Tape Instrumente

Das man mit Tonbändern allerlei Schabernack treiben kann ist wohl allen bekannt. Bereits zu Beginn der 1950er entwickelte der Amerikaner Harry Chamberlain das Mellotron. Genau genommen ein früher Sampler. Über eine Klaviatur konnte man Tonbandschleifen abspielen und so z.B. Geigen- und Flötenklänge imitieren.

Um einiges unbekannter dürfte dann allerdings die Tape-Bow Violine von Laurie Anderson sein. 1977 präsentierte sie eine Geige deren Bogen nicht mit Haar sondern mit einem Tonband bespannt war. Dort wo auf der Geige die Brücke gewesen wäre, hatte sie einen Tonbandkopf integriert, so dass sie mit dem Bogen dort drüber streichen konnte.
Das Ergebnis erinnert an Scratching. Und hier kommen wir in der aktuellen Zeit an. Nicht nur mit Vinyl kann man scratchen, sondern auch mit Tapes. Das ist jetzt nichts neues. Erfährt aber als Retrochic eine Art Revival.
Vor zwei Jahren ging ein Raunen durchs Web als ein Video auftauchte das DJ Ruthless Ramsey beim Tape Scratching zeigte. Beeindruckend war vor allem, dass er die Tapespulen per Hand bewegte. Was für ne Frickelei.

Nun macht sich aber der französische Tape-DJ Alexis Malbert daran Ruthless den Rang abzulaufen. Er konzipierte und baute gleich mehrere Tapedeck-basierte Instrumente. Die dabei entstehende Musik ist leider eher uninteressant. Seine Instrumente dafür aber WOAHHH!

Da bekommt man doch lust Tonbänder auf die alte Klampfe zu spannen und einen Tonbandkopf als Plektrum zu nutzen. Ich bin basteln!

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