FrankMusik – Complete Me

Die Haare werden schön gleichmäßig aus dem Nacken rasiert und das Keyboard spielt dazu. Schmeiß die Rhythmusmaschine an! “Golden Brown” läuft im Hintergrund und hält die Tür in die Charts einen Spalt offen. Guck, guck. Lust zu poppen? Frank hat Songs vorbereitet, die nach Tanzfläche und lackierten Fußnägeln schreien. Auch einige Leser werden nicht um den Urschrei rumkommen. “Nein, nicht schon wieder die blöden 80er!” Doch!

Und wer kann die Knöpfchen im Studio am besten drehen und hat eine 8 und eine Null auf seinen Arschbacken tätowiert? Stuart Price, richtig! Er erschafft FrankMusik ein Image wie auf dem Reißbrett. Eine wilde Mischung aus Madonna, den Killers, Duran Duran und der eigenen Combo Zoot Woman. Gut, Keane dürfen auch nicht fehlen. Balladenheinis und Schmalz darf man schon mal zitieren.
Macht Spaß und geht gut in die Beine. Zum Glück hat Price vergessen Seal zur Session einzuladen. Soul würde das Dolomiti-Gefühl zerstören. “Pump Up The Volume” erstrahlt in neuem Licht und auch Madame Butterfly darf ihre Flügel ausbreiten. Franks tolle Stimme sitzt immer genau richtig. Wie damals wohl jede knallige Vanilla-Jeans. Nach “La Roux” nun die nächste Eightiesflitzpiepe. Aber geil.
Franks Piano groovt sich durch Schnulzen und Humpty Dumpty-Tänzchen. Mit der Stimme wird oft Schabernack getrieben. Sie wird durch etliche Effekte gejagt, so dass einem “a-ha” sogar ohne Zweifel authentisch vorkommen. Über Morten Harkets Elfengesicht huscht ein Lächeln.
Die Mädchen werden FrankMusik lieben und die Jungs sowieso. Paul Young wünscht sich Franks Kehlkopf und auch Brandon Flowers ist neidisch. Nach Las Vegas wird es FrankMusik wohl nicht schaffen, doch der Fernsehgarten mit Kiwi Kiewel ist ihm gewiss…
Erschienen bei Universal

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