Foreign Born – Person To Person

Einige Bands machen was vor und Zigtausende ziehen dann nach. Das aber die Bands, die einst schon was vormachten auch immer irgendwas anderes nachgemacht haatten, macht die Geschichte unübersichtlich. Gut, alles ist schon mal dagewesen und erfunden haben es meistens nicht die Schweizer. Foreign Born duzen David Bowie, der aber auch schon bei Arcade Fire auf der Gästeliste steht. Ihr Lieblingskontinent ist Afrika. Da wird getrommelt was das Zeug hält.
Große Momente brauchen große Gitarren und die wiederum große Verstärker. Stimmen hallen aus dem Nebenraum nach. Da proben übrigens Vampire Weekend ihre Paul Simon-Coversongs.
Soll man Foreign Born nun abschreiben? Sie machen gut Dampf. Sind bisweilen sogar psychedelisch und wollen ihre Steigerungen Schicht für Schicht in der Kapelle verteilen. Die Großraumdisco wird zu einer alten Burg, doch die ist aus Sand.
Ob Fela Kuti all dieses Geklöppel gut geheißen hätte? Foreign Born machen ihren Job. Einige gute Lieder sind entstanden. Doch für alle Patienten, die im Wartezimmer rumlungern, um auf die neue Arcade Fire-Dosis zu warten wird die neue Foreign Born eher wie Methadon wirken. Schade eigentlich, denn zwischendurch blitzt geniales durch die Farbkopie. Und tanzen macht im Batik-Shirt doppelt Spaß. Mensch, lasst sie doch!
Erschienen bei Secretly Canadian

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