Jack Peñate – Everything Is New

Jack Peñate ist zurück. Und wie! Alles ist neu! Und Jack meint es ernst. Das launige, vor sich hinhüpfende, von Housemartins und Billy Bragg beeinflusste Debüt “Matinée” scheint vergessen. Rave ist nun angesagt. Dance-Elemente mischen sich mit seiner zu Robert Smith gereiften Stimme. Indie-Rave für Charlatans– und Style Council-Anhänger. Den Hall als neues Stilmittel für sich entdeckt nutzt Jack Peñate seine außergewöhnlichen Songwriterfähigkeiten, um uns tanzscheue Pubsteher auf die vernebelte Tanzfläche zu locken. Afrikanisches Getrommel und klirrende Gitarrenchords erinnern stellenweise angenehm an Vampire Weekend.
Nicht alles bleibt beim ersten Hören hängen. Der Titeltrack mit allerlei Perkussion und pumpendem Bass leuchtet stark am düsteren, verregneten Londonhimmel. Eine traurige Stimmung durchzieht das Album. “Let’s All Die” versucht das Unausweichliche mit einem Lächeln wegzuschieben. Viele Songs erkämpfen sich erst nach wiederholtem Hören einen Stammplatz im Herzen. Das wunderbar jamaikanisch anmutende “Tonight’s Today” mit jubilierenden Chören will nicht mehr aus den Gehörgängen entfleuchen.
Jack hat einiges gewagt. Die vielleicht tanzbarste Platte zur Zeit. Man muss sich nur trauen. Schön laut aufdrehen!
Mit “So Near” wird die Indiedisco befeuert. Yeah! Dort hatte man ihn vor Jahren noch in den Nachmittag gesteckt. Jetzt erreicht er zurecht die dunklen Abendstunden. Reif und urban! Weiter so…
Erschien bei XL/Beggars(Indigo)

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