Not Available: Katy Perry – (A) Katy Perry

Widmen wir uns dem schönen Thema Popstars. Gleich einem Kometen kommen sie nieder und schlagen ein. Scheinbar aus dem Nichts. So stimmt das selten. Die meisten haben schon vorher hart an ihrer Karriere gearbeitet. Lady Gaga hat vor ihrem Durchbruch nicht nur eine erfolgreiche New Yorker Partyreihe gehostet sondern schrieb auch Songs für die Pussycat Dolls und Britney Spears, damals hatte sie aber noch ihre Originalhaarfarbe und war dunkelhaarig.
Und Katy Perry? Die war blond und hieß 2001 auch noch Katy Hudson und veröffentlichte ein selbstbetiteltes Debüt mit Gospel-Rock: „Hey folks, from Holy Christ to kissing Girls!“
Aber darum geht es hier nicht, schließlich erschien jene Platte. Auch wenn die Pastorentochter Perry sich manchmal wünschte, dass solche Auftritte hier nicht mehr rausgekramt würden:
Zu Recht ist das einbetten nicht erlaubt
Vielmehr geht es um den Zwischenschritt, von der blonden Christin zum dunkelhaarigen Vamp. Von der „Wenn ich Freunde heim brachte, wollte meine Mutter wissen, ob sie Christen sind.“-Katy zur „Ich küsste ein Mädchen und genoss es“-Katy. Und dieser Zwischenschritt sollte „(A) Katy Perry“ heißen und wurde zwischen 2004 und 2005 aufgenommen, drei Jahre vor ihrem Durchbruch mit „One Of The Boys“ und gute drei Jahre nach ihrem Debüt als „Katy Hudson“. Nicht zu verwechseln mit der Schauspielerin Kate Hudson, weswegen Perry auch den Mädchennamen ihrer Mutter annahm.
Mit 17 verließ Perry das Elternhaus, um in LA ein Star zu werden, signte bei Island Def Jam und begann die Arbeit an einem Album. Unterstützung fand sie hierbei von Glen Ballard, der u.a. mit Alanis Morissette und No Doubt zusammen arbeitete. Def Jam verloren jedoch schnell das Interesse und entließen sie aus ihrem Vertrag, woraufhin Columbia zuschlugen.
Gut, ihren christlichen Background hat Perry noch nicht vollends abgelegt. So war u.a. auch der Gitarrist Matt Thiessen von Relient K beteiligt und der schreibt hauptsächlich Songs, die von seinem Glauben beeinflusst sind. Außerdem hieß ein Song „It‘ Okay To Believe“. Dennoch sagte sie 2004 in einem Interview, in dem sie als das Next Big Thing angekündigt wurde: „Mein Album wird rockiger sein, vermutlich denken meine Eltern, dass ich dafür in die Hölle komme.“
War ihr egal, aber nicht so egal wie ihrem Label Columbia. Die finanzierten tatsächlich drei Videoclips zu den Songs „Diamonds“, „Long Shot“ sowie „Box“. Obendrauf schaffte es das Label den Song „Simple“ auf dem Soundtrack zu „Eine für Vier“ (2005) zu platzieren und spendierte gar ein viertes Video:

Nach vier Videos wurde Columbia auf einmal klar, dass sie nicht wussten wie sie die sexy Pastorentochter vermarkten sollten. Vielleicht als sexy Pastorentochter? Nee, doch nicht. Das übernahm dann drei Jahre später Capitol und landete einen Riesenhit.
Und „(A) Katy Perry“? Das hat vier Videoauskopplungen, keine einzige Single aber dafür einiges Material zur Zweitverwertung gehabt. „Hook Up“ durfte Kelly Clarkson als „I Do Not Hook Up“ aufnehmen und landete damit immerhin einen Top 20 Hit. Auch ein weiterer Song wurde an eine American Idol Teilnehmerin vergeben. Immerhin heißt das ordentlich Tantiemen für Perry, wenn sie dafür nicht in die Hölle kommt?!
Hier das komplette Tracklisting (Reihenfolge unbekannt):
– Box
– Diamonds
– Hook Up
– It’s Okay to Believe
– LA Don’t Take it Away
– Long Shot
– Oh Love Let Me Sleep
– Sherlock Holmes
– Simple
– Takes One to Know One
– Wish You the Worst

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