Not Available: Brigitte Bardot – Je t'aime… moin non plus

Letze Woche konnte anhand von Green Day bereits bewiesen werden, dass die Nicht-Veröffentlichung einer Platte, bzw. in diesem konkreten Fall der vermeintliche Diebstahl, ein Glückstreffer sein kann. Auch für Jane Birkin gab es einen solchen Glücksfall.
Ende der 60er Jahre veröffentlichte Brigitte Bardot in Zusammenarbeit mit Serge Gainsbourg die zwei Alben „Bonnie And Clyde“ sowie „Initials B.B.“ – eigentlich hätte auch ein ganz besonders Lied damals erscheinen sollen: „Je t’aime… moi non plus“.

Im Dezember 1967 forderte Brigitte Bardot Gainsbourg auf, den romantischsten Song, den er sich vorstellen könne, zu schreiben. 1968 nahmen die beiden, die damals eine Liaison hatten, das Stück tatsächlich auf. Und es war der allseits bekannten Version nicht unähnlich. Gehauche, Gestöhne und gefakter Orgasmus. Eine pikante Angelegenheit.


So dachte auch die Bardot, die zu dieser Zeit eigentlich mit dem schwerreichen Gunter Sachs verheiratet war. Sie untersagte Gainsbourg die Veröffentlichung aus Angst diese könne Ihrer Ehe und ihrem Ruf schaden. Glück für Jane Birkin.
Die lernte Gainsbourg bei ihrem gemeinsamen Film „Slogan“ (1969) kennen und lieben und schien keinerlei Bedenken ob des Liedes zu haben. Neben dem handfest kalkulierten Skandal (Der Protest des Vatikans führte sogar zur kurzzeitigen Verhaftung des Verantwortlichen der Plattenfirma) bekamen die beiden 69 also auch ihren internationalen Sommerhit, der in England, Österreich und der Schweiz bis auf Platz 1 der Charts kletterte. Glück für Birkin, die dem Lied in ihrer Interpretation auch mehr hinzufügen konnte als B.B.
Und die Bardot? Die ging 1974 vorzeitig in Rente und ruinierte später ihren Ruf mit rassistischen Äußerungen. Doch 1986 kam eine editierte Version des Stückes auf der Compilation „Bubble Gum“ raus und trotz aller Ähnlichkeiten mag wahrscheinlich jeder die Version mit Jane Birkin vorziehen.

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