Ein Kind Zu Töten … von Narciso Ibanez Serrador

Der Biologe Tom und seine schwangere Frau Evelyn reisen nach Spanien, um einen schönen geruhsamen Urlaub zu verbringen. Die beiden Briten verschlägt es nach Benavis, um von dort aus die Insel Almanzora zu erreichen. Mit einem kleinen Bötchen tuckern sie aufs Meer hinaus.
Die Sonne brennt und diese Helligkeit macht eine Stärke dieses Films aus. Alles was noch geschehen wird passiert nicht in der dunklen Nacht. Nein, wir dürfen alles genau sehen! Am hellichten Tag.
Auf der Insel angekommen sucht das Paar seine angemietete Unterkunft. Die kleinen Straßen sind verlassen. Ob denn schon wieder Siesta-Zeit ist? Nur ein paar Kinder spielen am Hafen. Von Durst geplagt erreichen die zwei eine schnuckelige Bar. Doch auch dort ist keine Menschenseele. Keine Erwachsenen weit und breit! Nur Kinder und diese verhalten sich auch noch sehr merkwürdig.
Tom beobachtet einen Vorfall, der ihn ahnen lässt, daß etwas nicht stimmt und er wird sich der Frage stellen müssen: Bin ich dazu fähig ein Kind zu töten?
Die Kinder sind der Feind und das macht diesen Schocker aus dem Jahr 1976 so heftig. Die Kinder übernehmen die Macht und zur Machtergreifung gehört nun mal Gewalt. Durch Blickkontakt infiziert entsteht in kürzester Zeit eine Armee aus Kindern, die Erwachsene nicht duldet. Am Ende versucht die Polizei die Ordnung wiederherzustellen, doch sie trifft die falsche Entscheidung. Und wir fragen uns: Dürfen oder sogar sollen die Richtigen sterben und was ist wenn sich die Richtigen als die Falschen erweisen?
Serrador hat ein Meisterwerk gedreht, das Ratlosigkeit und Entsetzen schafft und mit seiner Anfangssequenz aus Kriegsbildern unterlegt mit Kindergelächter heute immer noch schockiert.
Erschienen bei Bildstörung inkl. Soundtrack

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