50 Ways To Kill Me

Ein Casio-Keyboard und ein Freak, der sterben will. 50 Ways To Kill Me ist Jay Haley aka Jay Decay aus Montauk New York und er macht zu einem großen Anteil Songs darüber, wie man ihn töten soll.
Dazu billige Beats, cheesy Keyboards und die hohe quäkige Stimme, er selbst nennt das Media-Core. Unzählige Alben hat er im Alleingang und mit der Hilfe von kleinen Labels seit 2000 veröffentlicht. Allein acht Veröffentlichungen 2005, so dass aus den 50 Arten Jay umzubringen doch einige hundert wurden. Seine Alben heißen “Forced Euthanasia”, “Legalize Suicide” oder “Bash Microphone Into Skull”.

Besonders interessant ist da das Networking mit deutschen Labels und Acts, so erschien auf New Amerika (Im A-Musik Vertrieb) eine Split 12inch mit Kingdom Cum. Auf New Amerika erscheinen fast nur die Arbeiten von Tim Berresheim und Jonathan Meese. Genau, beide eigentlich für ihre Arbeit als bildende Künstler bekannt.
Und dazu eben Jay Decay mit seinen teils satanistischen, menschenverachtenden – oder eher sich selbst verachtenden – Stücken. Wiederholt wurde das ganze dann 2006 mit einer Doppel-CD auf New Amerika, wo 50 Ways To Kill Me wieder mit 50 neuen Stücken glänzten.
Und so geht es schier endlos weiter. Das ganze ist enorm trashig, doch auch unterhaltsam und man weiß nicht so recht, ob das ganze ernst gemeint ist. Mit MySpace hat Jay Decay immer Zwist. Profile und Bilder werde gelöscht und seine eigene Seite ist so enorm anachronistig und trashig, dass sie an die ersten privaten Sites der 90er gemahnt. Viel Blinke Blinke und keine Usability. Auffällig auch hier, dass die Seite bei New Amerika in Deutschland gehosted wird.
Es ist zu schön um wahr zu sein. Alles nur ein Fake, aber Scheiße Nein, da sind dann auch diese Live-Bilder von Shows und wie warnt Jay selbst auf der Seite:
“Wenn ich live auftrete, bin ich bei 99% der Auftritten nackt. Dafür schäme ich mich nicht, darauf bin ich stolz, aber die Bilder auf dieser Seite sind nur für Fans und Unbekannte. Bleib draußen, wenn Du mit mir verwandt bist.”
Und dann solche Texte wie dieser hier, der auf Political Correctness einen dicken Haufen setzt:
“Purgatory
No way out
Shake your hips
Twist and shout
God and Jesus
Are so lame
Hailing Satan
Is my fucking game
I’m a bad boy
Watch out for me
Better be gone
By the count of three
Bite my nuts off.
Then crucify me
I have power
So don’t defy me”
Zieht es Euch rein. Optisch sowie musikalisch! Bevor es zu spät ist, denn in letzter Konsequenz müsste Jays seinen Texten folgen und sich selbst töten.

0 Gedanken zu „50 Ways To Kill Me“

  1. GG Allin wollte das seiner Zeit noch selbst besorgen. Aber da liegt Jay Decay ja ganz im Trend der Zeit. Heute lagert man ja alles aus und überlässt die Arbeit Kunden, Usern und Rezipienten.

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