Bat For Lashes – Two Suns


Der Fünfuhrtee ist schön durchgezogen. Die Salt-&-Vinegar-Chips liegen griffbereit. Gut, Kate Bush sollte noch angerufen werden, um sie nach unehelichen Kindern zu befragen. Sonst ist soweit alles angerichtet. Natasha Khan, das elfenhafte Wesen mit Hang zur Zauberwaldmystik, hat elf neue Räucherstäbchen angezündet. Frische, feuchte, moosbedeckte Ufer werden beschritten und doch klingt diese Stimme wie für Retroshows gemixt. All der Hall der 80er Jahre benebelt die kristallklaren Songs. Kühle und Distanz werden zu neuer britischen Humorlosigkeit.
Bat For Lashes alias Natasha Khan verzaubert jeden Zufallshörer sofort mit ihrer Dringlichkeit und Verwünschungsdramatik. Desweilen denkt man Cat Power hätte ihre Ohren angespitzt oder Björk wäre in einen Geysir geplumpst, doch so märchenhaft schafft es nur Khan. Scott Walker taucht am Ende sogar auf und schnulzt einige Zeilen, so als wäre Antony niemals aus der Off-Theaterszene weg gewesen. Für alle Synthieklangfanatiker und Prinzessinen mit Feenflügeln oder einfacher gesagt: Für alle Popmusikliebhaber!
Mist, jetzt ist der Tee kalt geworden. Gleich kommen Freundinnen vorbei und legen Tarotkarten. Na, dann…

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